1.000 Meilen jenseits von Irgendwo liegt das Paradies!

Nicht alltägliche Impressionen von 14 Seychellen-Inseln aus unseren sechs Reisen zwischen den Jahren 2001-2013 haben wir in mehreren Büchern verarbeitet.

Noch immer gehören die Seychellen zu den tropischen Top-Reisezielen für alle Natur-freunde und Kreolen-Fans!

So mancher Reisekatalog will uns vermitteln, dass es hier auf vielen Inseln (nur) tolle Badestrände und bestes Sonnenwetter hat. Das ist aber weder richtig noch vollständig!

Wandern und Klettern auf den bis zu 900 m über dem Meeresspiegel liegenden Berg- gipfeln von Mahé: Es gibt auf der größten der Seychellen erstaunlich viele Wanderziele in einer tropisch-alpinen Umgebung. Ein Geheimtipp ist der Morne Blanc, der nur erklettert werden kann, wenn es vorher 2-3 Tage nicht geregnet hat.

Auch auf den Mt. Brullee, einem Hochplateau mit toller Aussicht auf die Berglandschaft der Insel Mahé und die Nachbarinseln, lohnt sich eine eher beschauliche Wanderung.

Auf dem Granitplateau von Copolia findet man Tausende von fleischfressenden Kannen-Pflanzen, mit etwas Wetterglück gibt es dazu fantastische Ausblicke auf die Insel.
Kaum ein Wanderer verirrt sich bei tropischer Hitze von mehr als 30 Grad ins Gebirge...

Das Reservat der Riesenschildkröten: Die Insel Curieuse - Urwälder und einsame Strände. Wer hier Heimrecht hat, ist schon an der Körpersprache der Riesenschildkröte zu sehen...

Ein Bronze-Gecko bewacht sein Gelege vor Wanderern und Raubvögeln.

Unser Favorit aber ist noch immer die viertgrößte Insel La Digue - typisch Seychellen...
Der bekannteste Strand der Seychellen Anse d'Argent auf La Digue war häufig Fotomotiv diverser Filme und Werbeaufnahmen. Aber nur wenige Meter vom Ufer entfernt findet der Wanderer unberührte Natur. Geheimtipp: Bei Ebbe einfach im seichten Wasser weiter entlang der Felsen weiter nach Süden laufen - hier kommen unbeschreibbar schöne kleine Buchten und Granitformationen. Aber vorher informieren, wann die Flut zurückkommt!

La Digue's 2.000 Einwohner scheint man nach unseren Reisen schon alle persönlich zu kennen. So trafen wir diesen Fischer mit seinem markanten Strohhut bei jeder unserer Reisen... Täglich wird hier frischer Fisch angelandet und sofort verkauft.

In 2001 trafen wir diesen jungen Vieltelefonierer in "seiner" Telefonzelle.

Wetten, dass er heute mit einem Smartphone telefoniert?

Im seichten Wasser Tintenfische fangen - ein beliebter Sport, auch für diesen jungen Sey- chelloise... Wir erleben, wie der Pulpo versucht, sich um unsere Unterarme zu schlingen. In letzter Not versprüht er braune Tinte, um sein Leben zu retten.

Beindruckend ist dieser Piratenfriedhof am Ufer des Ozeans auf La Digue.

 

Noch skurriler aber das Bild, wenn hier die Pferde des Präsidenten grasen, die sich auf dem Territorium scheinbar frei bewegen dürfen. Vor Autos müssen sie jedenfalls keine Angst haben: Vor Jahren war die Insel komplett autofrei, heute gibt es nur wenige Fahrzeuge auf den unbeleuchteten wenigen Fahrwegen.

Eine reichliche Flugstunde entfernt liegt nördlich von Mahé die Insel Denis Island, ein nur wenige Meter über das Meer herausragendes Korallen-Eiland mit einem *****-Hotel und einer kleine Plantage zur Selbstversorgung der wenigen Einwohner und Urlauber. Was für die Touristen noch gebraucht wird, kommt zweimal in der Woche mit den kleinen Propeller-fliegern der Air Seychelles. Wer die absolute Ruhe und Einsamkeit liebt, wird hier mit Sicherheit fündig.

Auf allen großen Granit-Inseln wie Mahé, Praslin, Silhouette oder La Digue findet der Wanderer die berühmte Coco d'Mer, die größte aller Palmenarten mit einem Samen,
der im Einzelfall auch deutlich über 25 Kilogramm (!) schwer werden kann. Diese an den weiblichen Palmen wachsenden Riesenfrüchte haben die Form eines weiblichen Beckens. Dass die männliche Coco d'Mer ebenfalls sehr einprägsam erkennbar sind, zeigt das Bild unten. Wer eine Coco d'Mer als Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, braucht eine spezielle nummerierte Lizenz und ein Bündel von 100 EUR-Scheinen...

Auf Aride, Silhouette oder wie hier im Bild in den Höhenlagen von Mahé findet der Wanderer noch Reste des Primärregenwalds: Baumriesen wie diesen Drachenblutbaum.

Dass die tropische Natur sich bis unmittelbar an den Strand mit schnellwachsenden Pflanzen Terrain erobert, kann man auf allen Seychellen-Inseln beobachten, die wir sahen.

Wer die Seychellen noch ganz typisch erleben will, sollte genügend Zeit für die Insel La Digue einplanen. Schon am Hafen merkt man, dass es hier noch geruhsamer zugeht.

Feierabend auf La Digue: Wer auf der Nachbarinsel Praslin arbeitet, kommt mit dem Boot nach Hause und bringt gleich mal ein paar Fische zum Abendbrot mit...

Von den etwa 115 Inseln, verteilt auf der riesigen Fläche von 800 x 600 km, sind nur 16 erschlossen. Viele der Inseln sind es also noch immer: "Unberührte Seychellen"!

 

So die Insel Aride, die man nur handverlesen an einigen Monaten im Jahr mit kleinen Booten besuchen kann. Unglaublich, dass wir hier bei einer sehr eindrucksvollen Wanderung erdbrütende Vögel wie den Paradiesvogel streicheln konnten, die sich dadurch nicht stören ließen! Diese Feenseeschwalbe allerdings brütet auf einer Astgabel in Augenhöhe - sehr mutig bei den hier oft rauen Winden...

Die Seychellen - Impressionen pur - wie hier auf Silhouette mit Blick auf North Island.

Hier kommen noch mehr Schnappschüsse von den Trauminseln der Seychellen:

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